Teil I

Der Gott des Trostes

Gott tröstet (wörtl. ruft beiseite oder spricht zu) durch den Geist und das lebende Wort, den Christus.

2.Korinther 1.3 - Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes.

Sprich mit Jesus, denn er ist der Weg zu dem Gott allen Trostes. Dann wirst du frei werden von allen Bindungen anderer Geister.

Johannes 8.36 - Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.

Es gibt im Alten Bund eine wunderbare Begebenheit, die nicht nur eine Prophetie auf den Christus ist, sondern uns auch für das tägliche Leben eine herrliche Lektion lehrt. Hier zunächst der Bericht aus der Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israel.

4.Mose 21.4-9 - Und sie brachen auf vom Berge Hor, des Weges zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig auf dem Wege; und das Volk redete wider Gott und wider Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, dass wir in der Wüste sterben? Denn da ist kein Brot und kein Wasser, und unsere Seele ekelt vor dieser elenden Speise. Da sandte Jahweh feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volks aus Israel. Da kam das Volk zu Mose, und sie sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider Jahweh und wider dich geredet haben; flehe zu Jahweh, dass er die Schlangen von uns wegnehme. Und Mose flehte für das Volk. Und Jahweh sprach zu Mose: Mache dir eine feurige Schlange und tue sie auf eine Stange; und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben. Und Mose machte eine Schlange aus Kupfer und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemand gebissen hatte, und er schaute auf zu der ku

Wohin sollte der Blick gerichtet sein? Nach oben, hin zu der Schlange, das bringt die Befreiung. Die Schlange ist ein Bild auf den Christus. Wie diese Schlange so wurde auch der Herr am Pfahl auf Golgatha erhöht. Dort hat er alle Schuld aller Zeiten auf sich genommen. Nun darf jeder, der seine Schuld los sein will, auf diesen erhöhten Herrn blicken. Also nach oben!

Ja, ganz richtig, nicht auf sich selbst schauen, sondern nach oben! Nicht auf deine Fehler, Sorgen, Verfehlungen, Mühsale und Schwachheiten sehen sondern auf den, der auf Golgatha am Pfahl für alles bezahlt hat. Dort ist die wahre Freiheit. An diesem Fluchholz ist der Ort auch deiner Ruhe. Hier darf jeder, der da glaubt, zur Ruhe kommen. Es wird ihm nach seinem Glauben geschehen.

Wenn wir auf Jesus sehen, ist dies wie ein Magnet. Wir ziehen göttliche Kräfte an und werden ruhig in IHM. Versuche es, sammle Erfahrungen und lehne es nicht ab, ohne die Wirkung selbst erfahren zu haben.

Diese Gotteskraft nimmt auch Einfluss auf andere. Das bereits behandelte Beispiel von David und Goliath macht es ja deutlich. David strotzt nur so vor Gottvertrauen. Das war kein Macho-Gehabe. David war Hirte und recht unbeachtet in seiner Familie. Hier handelt es sich um wahrhaften Glauben in die Kraft seines Gottes. Lies, was er sagte:

1.Samuel 17.26 - Da sprach David zu den Männern, die bei ihm standen, und sagte: Was soll dem Manne geschehen, der diesen Philister da erschlägt und den Hohn von Israel abwendet? Denn wer ist dieser Philister, dieser Unbeschnittene, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt?

David hatte zudem schon reichlich Erfahrung mit seinem Gott gesammelt. Er wurde schon öfter bewahrt und hat in der Gotteskraft Großes vollbringen dürfen. Daraus resultierte sein Vertrauen, sich immer wieder neu auf ihn zu verlassen.

1.Samuel 17.37 - Und David sprach: Jahweh, der mich aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen des Bären errettet hat, er wird mich aus der Hand dieses Philisters erretten....

Wenn Gott mit uns ist, wer will dann gegen uns sein? Goliath vertraute auf seine physische Kraft. David hingegen auf die göttliche, allmächtige, jederzeit zur Verfügung stehende Kraft von oben.

Wenn du auf deine Schwachheit siehst, wirst du nicht siegen. Denn es steht nicht geschrieben, wachet und brütet über euren Sorgen, sondern wachet und betet!

Matthäus 26.41 - Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung kommet.

Ja, im hilflosen Sorgen-Schlaf liegt aller Unglaube und die ganze menschliche Ohnmacht. Reiße dich davon los und rufe wachend die Quelle aller Kraft an, und du wirst Großartiges erleben:

Die Telefon-Nummer Gottes ist Psalm 50.15:

"Rufe mich an am Tage der Bedrängnis: ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen!"

Auch die schlaflose Nacht ist eine wunderbare Zeit zum Beten. Horche auf Gott - was will er dir sagen? Er antwortet ja in der Stille, nicht im Lärm. Eine ruhige Nacht ist deshalb besonders geeignet für das Hören auf den Allmächtigen.

Psalm 4.4 - ... Denket nach in eurem Herzen auf eurem Lager, und seid stille!
Psalm 121:4 - Siehe, der Hüter Israels, nicht schlummert noch schläft er.

ER will auch dein Hüter sein, wenn du ihm rückhaltlos vertraust. So kannst du zu jeder Tages oder Nachtzeit zu ihm kommen. Im Übrigen - Nachtgebete stehlen auch keine Schlafzeit. Du wirst feststellen, dass du dich am anderen Morgen sogar besser fühlst als am Tag zuvor. Jetzt hast du neue Gotteskraft getankt. ER hat dir durch den Zufluss seines Geistes von seiner dynamischen Vermögensmacht soviel gegeben, wie du brauchst, um dich gestärkt zu fühlen und dein neues Tagewerk zu vollbringen.
Das Gebet ist der Motor des Glaubenden!

So geschieht dir nach deinem Glauben!

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