Teil I

Besiege das Böse in dem Guten

Besiege das Böse in dem Guten. Das klingt, menschlich gesprochen, unlogisch. Dies ist es auch, denn es ist von anderer Dimension; nicht menschlich-logisch, sondern göttlich-logisch!

Römer 12.17,21 - Vergeltet niemand Böses mit Bösem; seid vorsorglich für das, was ehrbar ist vor allen Menschen. Lass dich nicht von dem Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse in dem Guten.

Alles, was dem Glaubenden in den Weg gestellt wird, dient seiner Zubereitung. Das ist ein Grundsatz und deshalb von höchster Bedeutung. Es ist daher unsere von Gott gegebene Aufgabe, aus alldem zu lernen.

So, wie die Finsternis weicht, wenn du Licht anschaltest, genauso wird das Böse vom Guten überwunden. Jeder, der es schon getan hat, weiß, dass es funktioniert, weil es ein göttliches Gesetz ist.

Besonders im Geben kann man das Gute benutzen, um das Üble zu besiegen. Wer gibt, gibt nur weiter, was er von oben empfangen hat. Es ist also nichts da, was uns wirklich gehört, denn alles gehört dem, der es bereitet hat.

Alle Menschen empfangen, aber der "Ich-Mensch" gibt es nicht weiter. Deshalb kann er Böses nicht besiegen und ist es (das Böse) im Grunde seines Herzens selbst. Er beantwortet das gute Empfangene mit Bösem, indem er Gutes zurückhält.

Ganz anders war und ist der alles gebende Vater-Gott. Er hat das Beste gegeben, den Sohn. Damit aber hat er alles aus der Hand des Bösen losgekauft. Das war der größte Sieg über alles Böse.

Diesen Sieg im Kleinen nachzuvollziehen, ist die an uns gestellte Aufgabe. Du wirst staunen, was es bewirkt. Der Böse hingegen ist fassungslos, wenn sich das Gute völlig hergibt. Er versteht solches Geben nicht. Denn beim Bösen zählt nur der Gewinn. Er fordert immer eine Gegenleistung. Er ist immer negativ berechnend.

Das göttlich Gute gibt hingegen selbstlos ohne Erwartung ei-ner sofortigen materiellen Gegenleistung. Seine Gegenleistung ist von höherer Art, von dauerhafterem Wert. Es ist der Sieg über das Böse. Selbst der berechnendste Mensch kann sich dieser Macht auf Dauer nicht entziehen. Früher oder später wird er vor dem göttlichen Geben kapitulieren.

Das Üble rafft alles zusammen und behält es, aber alles Göttliche will sich gebend ausbreiten. Glaube an das Prinzip des Gebens und praktiziere es.

Dann wird dir nach deinem Glauben geschehen.

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